Eine Einführung in WordPress Themes

WordPress Themes Grundlagen.

Dieser Artikel wird euch durch die Geschichte der WordPress Themes begleiten und bietet vor allem die wichtigsten Informationen in einem Artikel zusammengefasst. Dabei werden unter anderem Fragen wie: „Welches WordPress Theme ist das richtige für mich?“, „Wie passe ich ein WordPress Theme eigentlich an meine Bedürfnisse an?“, und „Welches Theme verwendet eigentlich meine Lieblingsseite?“  beantwortet.

Was ist ein Theme?

Ein WordPress Theme ist ganz einfach erklärt das Design deiner WordPress Seite. Sozusagen das Exterieur des Blogs. Jede Internetseite hat ihr eigenes Design, welches sich an den Inhalt der Internetseite orientiert. Ein online Magazin, ein online Lexikon oder eine Firmen Website unterscheiden sich im Design in vielen Bereichen.

Google verwendet ein ganz schlichtes Design. Die Seite konzentriert sich auf die Mitte. Denn das Suchfeld ist das wichtigste Element auf der Startseite von Google, mit welchem der Besucher arbeiten soll. Wenn man sich die Seite aber einmal genauer betrachtet erkennt man typische Bereiche welche weitere Funktionen sinnvoll gruppieren. Wer sich schon etwas mit Webdesign beschäftigt hat kennt diese Begriffe: Header, Content und Footer.

Ohne viel erklären zu müssen hier ein Screenshot der Google Startseite mit den oben genannten Bereichen:

Header, Footer und Content der Google Startseite

Header, Footer und Content der Google Startseite

Alle drei Bereiche müssen ein schönes Gesamtbild ergeben. Dem einen gefällt es schlicht, der andere möchte es bunt. Diese drei Bereiche können jetzt unterschiedlich gefüllt werden. Im Beispiel oben sehen wir, dass sich das Menü mit den weiteren Seiten von Google im Header befindet.

Eine Alternative die man auch häufig findet wäre, das Menü in die Sidebar zu legen. Die Sidebar ist ein weiterer Bereich, der sich links oder rechts auf der Seite befinden kann. Der Content ist der Inhalt deiner Seite und im Footer können sich die nötigen aber nicht ganz so wichtigen Seiten befinden, wie das Impressum oder Link zu einem Kontaktformular.

Das war eine kurze allgemeine Einleitung und jetzt wollen wir mal mit den Details von WordPress Themes anfangen.

Was ist ein WordPress Theme?

WordPress Themes bestehen in der Praxis aus einem Ordner den man von einer der WordPress Theme Seiten herunterlädt. Dieser Ordner hat den Namen des gewählten Themes. In diesem Ordner befinden sich alle Dateien, welche das Design des Themes beschreiben. Wo befindet sich das Menü meiner WordPress Seite? Habe ich ein mehrspaltiges Layout? Welche Schriftfarbe soll standardmäßig verwendet werden?

Hier sehen wir die Dateien eines WordPress Themes:

Die Dateien eines WordPress Themes und die Vorschau.

Die Dateien eines WordPress Themes und die Vorschau.

Um ein Theme in WordPress zu verwenden, wird es auf den Server hochgeladen (über FTP) und über die Administrationsoberfläche aktiviert:

Mit einem Klick aktiviert und die Website ist in neuem Design.

Mit einem Klick aktiviert und die Website ist in neuem Design.

Da es bereits ausführliche Anleitungen im Internet gibt, wie man ein WordPress Theme installiert, sollen diese Informationen bis hier hin einmal genügen.

WordPress hat über die Jahre immer eine neues Standard Theme dabei. Das erste Theme, mit welchem man früher WordPress Seiten erstellt hat war das „Kubrick Theme“:

Das allererste WordPress Theme der Welt.

Das allererste WordPress Theme der Welt.

Und das aktuelle WordPress Theme „Twenty Fifteen“:

das_letzte_wordpress_themeDas Theme Twenty Fifteen ist optisch relativ einfach aber dafür übersichtlich gestaltet. Gerade WordPress Anfänger neigen dazu mit einem überladenen Theme zu starten. Da man aber so gut wie kein Theme unberührt lässt und bunte Themes mit vielen Elementen sehr aufwendig angepasst werden müssen, verliert hier ein Neuling schnell die Geduld.

Deswegen ein gut gemeinter Rat für den Anfang: Startet mit einem bekannten WordPress Theme. Die wichtigsten folgen unten. Lernt damit die Grundlagen, damit ihr erkennt an welchen Stellen man schrauben muss um ein gewünschtes Ergebnis zu erhalten. Aus Twenty Fifteen lässt sich sicher mit ein paar Grafiken ein noch schickeres und individuelles Theme entwerfen.

Wo gibt es kostenlose WordPress Themes?

Kostenlos oder kaufen?

Der Vorteil von kostenlosen Themes, ist als dass man natürlich so viele ausprobieren kann wie man möchte ohne dafür etwas auszugeben. Dabei bekommt man vor allem am Anfang ein gutes Gespür welche Themes für einen geeignet sind. Zusätzlich sind die meisten kostenlosen Themes schön Schlank. Das bedeutet ohne zusätzliche Funktionen von Drittanbietern. Die meisten bezahlten „Premium Themes“ sind mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet um die Wünsche eines großen Kundenkreises gerecht zu werden. Das Problem dabei ist, dass man manuell prüfen muss, ob das Theme zum Beispiel Plugins verwendet, welches einem ähnelt welches man selbst aktiviert hat. Denn wenn zwei Plugins das gleiche machen, funktioniert keins von beiden richtig.

Die kostenpflichtigen Themes laden also aufgrund ihrer zahlreichen Funktionen viele JavaScript und CSS Dateien und machen es dadurch umso schwieriger den Flaschenhals einer langsamen Website zu finden. Und zu allerletzt: So gut wie jedes Theme muss angepasst werden – auch Premium Themes sind nicht perfekt. Trotzdem haben bezahlte Themes natürlich auch ihre Vorteile.

Es gibt so gut für jeden Verwendungszweck ein wirklich schönes Theme. Die kostenlosen Themes sind häufig allgemein gehalten. Die bezahlten Premium Themes sind bereits fertig angepasst: Zahnarzt Homepage, Online Gossip Magazin oder Pinterest Klon. Man müsste einen Preis gewinnen, wenn man eine Niche findet, für welche es noch kein fertiges Theme auffinden lässt.

Folgendes bei der Suche nach WordPress Themes beachten

Nur aus vertrauenswürdigen Quellen herunterladen

WordPress Themes können wie normale Programme  Schadcode enthalten und aus diesem Grund lädt man WordPress Seiten nur aus vertrauenswürdigen Quellen.
Das ist in erster Hinsicht das offizielle Theme Portal von WordPress. Dann gibt es kostenpflichtige Portale wie ThemeForest, bei denen man sich wie bei einem eBay Kauf an dem Feedback der Kunden orientieren kann. Viele Webdesigner und Studios bieten ebenfalls eigene Themes an.

Feedback durchlesen und Forenbeiträge prüfen

Das ist für kostenpflichtige besonders wichtig, aber auch für kostenlose Themes ganz praktisch. Interessiert man sich für ein Theme sollte man erst einmal die Kommentare dazu durchlesen. Haben viele Anwender Probleme damit und wie reagiert der Support, also der Theme Hersteller, darauf? Googled nach dem Namen des Themes in Verbindung mit „Problem“ und lest einige Forenbeiträge dazu. Bestseller Themes bieten meistens auch einen guten Support.

Bewertungen des bekannten "X Theme" für WordPress.

Bewertungen des bekannten „X Theme“ für WordPress.

Prüfen, welche Plugins etc. bereits enthalten sind

Das ist hauptsächlich für bezahlte Themes wichtig. Diese enthalten nämlich oft eine Vielzahl an Features. Ganz beliebt sind Slider Plugins welche  von Drittanbietern einfach eingebunden werden.

Tritt dann eine Sicherheitslücke des verwendeten Plugins zum Vorschein, dann kann das Theme eine veraltete oder eine fehlerhafte angepasste Version des Plugins enthalten. Und dadurch ist die eigene Website gefährdet. Man sollte aber auch prüfen, ob Plugins verwendet werden, die man selbst schon erfolgreich in Benutzung hat. Denn bei WordPress geht es nie gut, wenn zwei Plugins dieselben oder ähnliche Funktionen anbieten.

Ist Theme auch auf Deutsch erhältlich?

So schön ein Theme auch sein mag. Wenn man sich auf den deutschen Markt konzentrieren möchte, dann braucht man ein übersetztes Theme. Das kann man mit etwas Übung auch ganz gut alleine, ist aber mühselig. Vielleicht gibt es ja bereits eine deutsche Sprachdatei für das Wunschtheme?
Als Beispiel: Das aktuelle WordPress Theme „TwentyFifteen“ enthält knapp siebzig Strings die man übersetzen muss. Von einfachen Wörtern bis zu längeren Sätzen.

Das Theme Twenty Fifteen ist relativ Schlank. Bietet aber trotzdem einiges zum Übersetzen.

Das Theme Twenty Fifteen ist relativ Schlank. Bietet aber trotzdem einiges zum Übersetzen.

Verwendet das Theme viele Grafiken?

Grafiken sind gut – und teuer! Ein Theme das einen Großteil seines Designs mit Hilfe von Bildern ausmacht ist nicht für jeden geeignet. Die aktuellen Grafiken können zwar kostenlos dabei sein. Möchte man sich seine Seite allerdings anpassen, dann benötigt man die richtigen Grafiken in der richtigen Größe. Die Abmaße müssen stimmen und die Grafiken müssen einem gehören. Außer man kauft Stockgrafiken oder verwendet freie Bilder.

Welches Theme soll ich installieren?

Das kommt wie immer darauf an, was für eine Seite man hat. Einen Blog, wofür WordPress eigentlich auch entwickelt wurde. Oder die Firmenwebsite des Unternehmens? Eine Seite für den Verein? Oder einen online Shop?

Das sind alles unterschiedliche Typen von Websiten,  die sich aber kategorisieren lassen.

Wer neu einsteigt in das Thema WordPress sollte sich darauf konzentrieren, welchen Inhalt man wie vermitteln möchte. Viel Text oder viele Bilder? Es kommt den meisten (allen?) Besuchern nämlich auf die Inhalte an. Dabei ist etwas Fantasie ganz praktisch. Gerade die einfachen Themes kann man mit anderen Bildern oder kleinen Anpassungen gleich ganz anders gestalten.

Es folgen einige Klassiker von WordPress Themes (http://wpde.org/themes/). Diese findet man alle auch auf der WordPress Seite. Ich empfehle sehr sich mit diesem Themes vertraut zu machen. Bei diesen sind Theme Anpassungen noch relativ leicht und man erreicht schneller Erfolge. Man kann sich mit den HTML und CSS Codes vertraut machen um damit bei einem komplexen Theme nicht ganz verloren zu sein.

Jetzt folgen ein paar klassische WordPress Themes mit Impressionen, welche zeigen, wie dasselbe Theme durch kleine Anpassungen wirken kann.
twenty_eleven_googlehttps://wordpress.org/themes/twentyeleven

twenty_twelve_googlehttps://wordpress.org/themes/twentytwelve

twenty_ten_googlehttps://wordpress.org/themes/twentyten

responsive_googlehttps://wordpress.org/themes/responsive

vantage_googlehttps://wordpress.org/themes/vantage

customizr_googlehttps://wordpress.org/themes/customizr

pinboard_googlehttps://wordpress.org/themes/pinboard

Diese Themes sollten für fast jeden Verwendungszweck eine gute Grundlage bieten und einfach angepasst werden können. Das ist die Empfehlung: Eines dieser Themes verwenden und damit einsteigen. Denn der Erfolg eurer Website ist nicht an das Theme gekoppelt.

Abschließend noch ein nettes Tool, mit welchem man herausfinden kann, was für ein Theme eine bestimmte WordPress Website verwendet. Um herauszufinden welches Theme eine bestimmte Seite verwendet, kann man folgenden Dienst nutzen:

http://whatwpthemeisthat.com/

Nachdem man die URL der Website eingefügt und die Eingabe mit der Lupe bestätigt hat erscheint nicht nur das verwendete Theme sondern auch die verwendeten Plugins. Das Ganze funktioniert natürlich nur bei Seiten, die auch mit WordPress aufgebaut wurden.

Für https://blog.mozilla.org/
mozilla_theme

und für whatwpthemeisthat.com selbst:

Einen Versuch war’s wert.

 

 

2 Kommentare

  1. Pingback: WordPress Themes – Macht euch bereit zum Durchstarten | WordPress Rockstars

  2. Pingback: WordPress Rockstars – WordPress Installation in vier Schritten

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